Körperliche und geistige Entwicklung im Einklang

Körperliche und geistige Entwicklung im Einklang

Körperliche und geistige Entwicklung im Einklang

Körper und Geist harmonisieren leider nicht immer in dem Maße, wie es ideal sein sollte. So kann es durchaus sein, dass der Körper eines Kindes schon dem eines älteren Kindes entspricht (Proportion, Größe) und der Geist ist noch auf dem Stand eines jüngeren Kindes (Spieltrieb, Unreife). Dies sollte jedoch nicht zur Besorgnis führen. Schwankungen sind absolut normal und die Vergleiche mit anderen Kindern im selben Alter sind dabei nicht wirklich dienlich. Vielmehr sollte man auf das eigene Kind eingehen und die Gefühlswelt verstehen lasen. Denn ein innerer Konflikt ist mitunter viel schwerer zu ertragen als vielleicht von den Eltern vermutet wird. Zu diesem Zeitpunkt ist das echte Verständnis sehr wichtig und bedeutet einen unverzichtbaren Halt.

Eine gute Basis schaffen

Damit die stressige Aufgabe des „Kind-Seins“ und dennoch „Erwachsen-Werdens“ gut bewerkstelligt werden kann, benötigt der Sprössling Ihre Unterstützung und natürlich viel Energie. Eine gesunde und abwechslungsreiche Kost sollte daher auf dem täglichen Speiseplan stehen. Verzichten Sie auf möglichst viel Zucker und setzen Sie daher auf Kohlenhydrate und Proteine. Frisches Obst und Gemüse ist lecker und sollte nicht fehlen. Ebenso wichtig ist eine ausreichende Zufuhr von viel Flüssigkeit, welche am besten in Form von ungesüßten Tees, Wasser und Fruchtsäften aufgenommen wird. To-go Produkte und Junkfood ist natürlich längst fest etabliert, sollte dennoch die Ausnahme sein. Ebenso ist es wichtig, auf den Body-Maß-Index (BMI) zu achten. Fettleibigkeit ist ebenso schlecht wie Untergewicht, welches möglicherweise durch die Werbung begünstigt wird. Achten Sie also auf die Gesundheit Ihrer Kinder und sprechen Sie Ihre Ängste oder Sorgen klar an. Machen Sie jedoch keine Vorwürfe oder bauen Sie keinen Druck auf. Natürlich handelt es sich um einen Balance-Akt, den Sie dennoch bewerkstelligen können.

Sport macht fit

Etwas Bewegung hat noch nie geschadet. Natürlich kann nicht jedes Kind zum Leistungssportler werden. Und genau das soll auch nicht eintreten. Aber es ist wichtig, dass Sie eines vermitteln: Bewegung macht fit und kann richtig viel Spaß machen. Dabei kommt es in erster Line nicht auf echte Fitness an. Auch Zensuren oder Bestwerte interessieren nicht. Wichtig ist es stattdessen, dass man sich gesund fühlt und bewegt. Denn nur Zuhause zu sitzen ist nicht ideal und fügt gerade Kindern einen großen Schaden zu. Eine gesteigerte Aktivität sorgt zugleich für eine stabile Gesundheit, besseres Körpergefühl und ein gestärktes Immunsystem.

Zeigen Sie Verständnis

Vielleicht hat Ihr Kind wieder ein neues Hobby entdeckt oder zeigt sich begeistert. Vielleicht sind Sie davon eher weniger begeistert oder verstehen Ihr Kind nicht. Vergessen Sie diese Zweifel und signalisieren Sie stattdessen Verständnis und Interesse. Dieses Verhalten stärkt und festigt die Bindung. Denn es ist enorm wichtig, dass man sich ernst genommen fühlt. Das spiegelt sich natürlich auch in der Kindergesundheit wieder. Infekte haben eine geringere Chance und die Motivation der Kinder ist weitaus größer. Also lohnt sich der Aufwand und Sie können noch immer auf eine spätere Einsicht hoffen. Meist tritt diese ganz von allein ein und Sie müssen keine weitere Energie verschwenden. Haben Sie etwas Vertrauen und übern Sie sich in Geduld – der Aufwand kann nur lohnend sein.

Interessengebiete schätzen und akzeptieren

Ihr Kind ist noch nicht volljährig und benötigt Ihre Hilfe. Dennoch haben Sie eine eigene kleine Persönlichkeit vor sich, welche auch so wahrgenommen werden möchte. In der heutigen Zeit ist dieser Drang noch mehr ausgeprägt als es noch vor ein paar Jahren war. Schon mit 12 oder 13 Jahren beginnen die Kinder, ihre Meinung laut zu sagen und natürlich auch daran festzuhalten. Große Diskussionen sind leider oftmals vergeblich. Versuchen Sie also, das nötige Verständnis zu zeigen und akzeptieren Sie, dass Sie bald einen gleichberechtigten Menschen neben sich haben werden. Zuviel Druck könnte ansonsten ziemlich arge Folgen haben. Unkontrollierte „Fressatacken“ oder Rebellion können somit ziemlich einfach unterbunden werden. Achten Sie auf eine ganzheitliche Gesunderhaltung des Körpers und auch auf das seelische Heil der Kinder. Wenn bestimmte Interessengebiete vorliegen, sollten diese unterstützt werden. Selbst dann, wenn Sie sich ziemlich sicher sind, dass in den nächsten Wochen oder Monaten wieder etwas anderes angesagt sein wird. Doch diese Belastungsprobe werden kluge Eltern sicher gut meistern können. Schließlich geht es um die Gesundheit der Kinder und dafür sind viele Opfer zu ertragen. Wenn Sie sich darauf einlassen, finden Sie bald den richtigen Ton.

Lenz