Herpes genitalis

Herpes genitalis

Herpes genitalis

Immer wieder leiden ungefähr 20 Prozent der Erwachsenen, die in den westlichen Ländern leben, an Herpes genitalis. Oft erfolgt der erste Infekt nach der Pubertätszeit mit dem Aufnehmen von sexuellen Kontakten.

Ursachen

Der Auslöser von Herpes genitalis ist ein Infekt mit diesem Herpes simplex-Virus. Am häufigsten verursacht diese Erkrankung dieser Herpes simplex Virus-Typ zwei, welcher fast nur durch Sex übertragen wird. Eine weitere Ansteckungsmöglichkeit ist die Übertragung des Virus‘ von der Gebärdenden auf das Kind. Es ist jedoch ebenso möglich, dass der auf der ganzen Welt verbreitete Auslöser des Lippenherpes, der Herpes simplex Virus-Typ eins, einen genitalen Herpes verursachen kann.

Symptome

Die Inkubationszeit beim ersten Infekt mit dem Herpes simplex-Virus beträgt im Durchschnitt zwischen zwei und acht Tage. Dann erfolgt der Ausbruch, welcher die klassischen Symptome aufweist, wie zum Beispiel Juckreiz, Rötungen, Schwellungen der Schleimhäute, Verkrustungen, schmerzende Bläschen, Ausfluss und Entzündungen. Die Beschwerden äußern sich an Vulva, Scheide oder Penis, jedoch ebenso am Anus sowie in den angrenzenden Regionen. Bei dem ersten Ausbrechen von Herpes genitalis treten neben den typischen Beschwerden Fieber und seltener Lymphknotenschwellungen auf. Oft ist der erste Ausbruch dieser Herpesart schwerer im Vergleich zu den späteren. Es kommt dann eher seltener zu einem allgemeinen Krankheitsgefühl und Fieber. In der Regel nimmt im Lauf der Zeit die Schwere der Beschwerden im Genitalbereich ab.

Diagnose

Die klassischen Beschwerden von Herpes genitalis sind maßgebend für die Diagnose. Gerade die Bläschen im Genitalbereich sind ein Hinweis auf eine Herpes-Infektion. Außerdem ist es möglich, dieses Herpes simplex-Virus über Antikörper im Blut nachzuweisen. Selbst im Abstrich von den infizierten Stellen sind Antikörper zu finden.

Therapie

Wie sämtliche Herpes simplex-Erkrankungen lässt sich ebenso der Herpes genitalis lediglich symptomatisch behandeln. Dieses Virus bleibt ein Leben lang im Körper. Es kann stets erneut zu Ausbrüchen führen. Behandelt wird der oft etwas schwerere Erstinfekt mit Herpes genitalis, indem der Betroffene eine Injektion oder Tabletten erhält. Der enthaltene Wirkstoff Aciclovir hat eine virushemmende Wirkung und mindert die Beschwerden. Alle folgenden Ausbrüchen können äußerlich mithilfe einer Salbe behandelt werden. Diese lindert Schmerzen und verhindert Verkrustungen. Zudem unterstützt sie die Abheilung. Wenn der Ausbruch länger anhält oder in sehr schweren Fällen ist es möglich, Aciclovir ebenso bei späteren Ausbrüchen noch anzuwenden. Kommt Herpes genitalis oft, besonders schwer sowie lange vor, kann man diesen Wirkstoff über einen gewissen Zeitraum ebenso vorbeugend zu sich nehmen.

Verlauf

In vielen Fällen verläuft Herpes genitalis ohne Komplikationen. Die Schwere dieser Ausbrüche vermindert sich mit zunehmenden Alter. Mögliche Komplikationen, welche aufgrund der Herpes simplex-Infektionen verursacht werden können, sind das Eczema herpeticatum Kaposi und Infekte des Auges. Der Herpes genitalis verschlimmert sich bei dem Eczema herpeticatum Kaposi massiv, da er sich auf größere Hautbereiche ausbreitet. Weiterhin kommt es zu hohem Fieber. Wenn die Sehorgane mit dem Herpes simplex-Virus angesteckt werden, ist es möglich, dass man blind wird. Bei Säuglingen kann die Infektion besonders schwer verlaufen. Daher wird empfohlen, dass sich die Mutter während der Ausbrüche beim Austragen des Kindes auf jeden Fall ärztlich betreuen lässt.

Lenz